Liebe Leserinnen und Leser, liebe Golffreunde!
Alle Jahre wieder, als Auftakt der golferischen Hochsaison am Algarve, findet auf Palmares, dem abwechslungsreichen Golfplatz vor den Toren von Lagos, ein Golfevent statt, das im Laufe der letzten Jahre überregionale Berühmtheit erlangt hat: Das Mandelblütenturnier.
Bereits zum 23. Mal konnte diese Veranstaltung erfolgreich ausgetragen werden. Über 120 ehrgeizige Golferinnen und Golfer unterschiedlicher Nationalitäten waren wieder versammelt, um sich im Spielen mit dem kleinen Ball zu messen.
Natürlich möchte jede Golferin und jeder Golfer zumindest eine der begehrten Trophäen gewinnen, aber die meisten Teilnehmer kommen, um in netter Runde mit
garantierten Startzeiten ernsthaft Golf zu spielen, neue Bekanntschaften zu knüpfen und einige schöne Tage zu verbringen.
Auf den sanften Hügeln über der weitläufigen Sandbucht von Lagos, der Meia Praia, erstreckt sich dieser wahrscheinlich schönste Golfplatz am Algarve. Allein die prachtvollen Ausblicke auf den Atlantik und das Flußdelta von Alvor sind es wert, immer wieder hinzufahren.
Für Erstbesucher verkündet schon der Name "Palmares" interessante landschaftliche Gegebenheiten: Palmen in allen Größen und Meer in allen maritimen Farbnuancen versetzen Sie in Hochstimmung. Die absolute Attraktion aber sind die blühenden Mandelbäume in einer Jahreszeit, in der 3 Flugstunden
entfernt alljährliche Schlechtwettereinbrüche das Land mit neuem Schnee und Regen versorgen. Es ist ein wunderschönes Naturschauspiel, wenn sich die Fairways in ihrem zartrosa Festtagskleid präsentieren. Auch "golfcrazy people" können sich dieser Faszination nicht verwehren.
Der Platz lebt von seiner landschaftlichen Schönheit. Anerkennend muss erwähnt werden, dass im letzten Jahr etliche der angekündigten Verbesserungen realisiert wurden: Die Buggyflotte ist nun erneuert, der Parkplatz hat eine Überdachung bekommen und eine Unmenge an Neupflanzungen lässt auf marketingorientiertes
Management schließen.
Und so glätten sich die Wogen unzufriedener Spieler auch schnell wieder, wenn dieses preiswerte Mandelblüten-Golfturnier nicht durch originelle Startgeschenke der Sponsoren, nicht durch labende Erfrischungen an Verpflegungsstationen und nicht durch perfekte Organisation überzeugt, sondern
durch den Liebreiz der Natur und durch die Einzigartigkeit seiner geografischen Lage. Ich frage mich ernsthaft, ob ich dem puritanischen Prinzip zustimmen kann: "Weniger ist mehr!?"
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