Liebe Leserinnen und Leser, liebe Golffreunde!

Dr. Gabriele Göttert Tausende(!) Golfturniere werden mittlerweile im Laufe eines Jahres auf den diversen Plätzen am Algarve ausgetragen. Natürlich ist es mir nicht möglich, Ihnen sämtliche Spielverläufe zu berichten. Das wäre ja auch langweilig. Aber es gibt immer wieder mal interessante Veranstaltungen, die durch einen wohltätigen Zweck, eine perfekte Organisation und prominente Teilnehmer auf sich aufmerksam machen. In solchen Fällen ist es für mich dann eine große Freude, live dabei zu sein, um die Interviews mit den Veranstaltern, Sponsoren und den VIPs zu führen und die stolzen Gewinner zu fotografieren. Den bitteren Wermutstropfen, nicht selbst mitspielen zu können, habe ich spätestens dann völlig vergessen, wenn ich durch meine journalistische Tätigkeit öfters die Möglichkeit habe, meine großen Golfidole, wie z.B.: Gary Orr, Sam Torrance und Severiano Ballesteros, aus nächster Nähe zu bewundern, wenn sie sich bravourös aus kniffligen Lagen retten können oder wenn sie die Grüns so genau lesen, daß der Ball auch aus einer Entfernung von 8 Metern, bergab, nach 2 Bodenwellen und Nieselregen satt ins Loch fällt.

Gelegentlich bin auch ich in einem überregionalen Wettkampf nicht nur als "beswingte" Reporterin, sondern auch als teilnehmende Golferin im Einsatz. Dann erlebe ich das Turnier viel emotionaler, weil ich persönlich, in all meinen Befindlichkeiten betroffen bin: Von den heimtückischen Ballmagneten, die sich in unvermuteten Wassergräben und Stechpalmenwipfel verstecken, von den klaffenden Bunkerlandschaften mit überhängenden Kanten, die mich in ihrer Unbezwingbarkeit an die Schweizer Berge erinnern und von der plötzlich aufkommenden steifen Atlantikbrise, die unkontrollierbar meinen Ball ergreift und mir immer aufs Neue beweist, daß der Kampf gegen die Elemente absolut sinnlos ist. Aber auch von den Glücksfällen und Zufallstreffern: Dem Schlag aus dem Bunker, der meinen Ball direkt ins Loch befördert, dem Chip-and-Run, tot an die Fahne, mit dem 7-Eisen aus einer Entfernung von gut 30 Metern geschlagen.

Leider nur in Ausnahmefällen kommt es vor, daß an einem Turniertag einfach alles zusammen paßt: Das schöne Wetter, die perfekte Organisation, die köstliche Verpflegung, die angenehmen Mitspieler, die sympathischen Interviewpartner und das passable Spielergebnis. Der 23. September 2000 war so ein besonderer Tag, den ich im Golf- und Freizeitresort Parque da Floresta (PdF genannt) verbringen durfte. In einem ausgesprochen herzlichen Ambiente lief die gesamte Veranstaltung, professionell koordiniert, wie am Schnürchen. Ein wahrhaft seltenes Vergnügen am Algarve!

Luis Palma schaffte in der Herrenwertung den 5. Platz. Im Rahmen des Turniers "Golf Portugal" wurde an diesem strahlenden Septembertag um den lukrativen Preis der "Continental Airlines" gespielt. In Zusammenarbeit mit dem "Golfe Portugal Magazin", dem derzeit noch einzigen zweisprachigen Golfmagazin Portugals, wurde jede Spielerin, jeder Spieler schon vor dem Turnierbeginn persönlich betreut und mit Informationen, Getränken, einem Imbiß und nützlichen Startgeschenken versorgt. Auch am Nachmittag blieb die zwanglose, familiäre Stimmung erhalten. Nach einer reichlichen Labung am liebevoll dekorierten Mittagsbuffet konnten alle Teilnehmer und deren Begleitung die vielfältigen Freizeiteinrichtungen im PdF kennenlernen und genießen. Im gemütlichen Restaurant "O Parque" des Clubhauses traf man sich zum gemeinsamen Abendessen und zur anschließenden Preisverleihung.

Sr. Baptista Coelho gewann mit 42 Stablefordpunkten die Nettowertung und die Flugtickets für 2 Personen in die Staaten, gesponsert von den Continental Airlines. Der PdF Golfdirektor, Billy Sim, wurde Zweiter und gewann ebenfalls eine Flugreise. In der Familienwertung siegten Henrique Carvalhão und Antònio Carvalhão. Herzlichen Glückwunsch!

Dr. Gabriele Göttert und Luis Ledo Jeder, ob Mitspieler, Veranstalter, oder Greenkeeper, hat zum Erfolg dieses stimmungsvollen Tages beigetragen. Allen voran: Luìs Ledo, der Marketing Manager im PdF, der die Idee für diese großartige Initiative hatte. Gerade, weil ich den Parque da Floresta bisher "nur" international erlebt habe, möchte ich mein schönstes Kompliment aussprechen, das ich für die genossene portugiesische Gastfreundschaft parat habe: "PdF - uma casa Portuguesa, com certeza!"

Herzlichst, Ihre Gabriele Göttert


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Letzte Änderung am 26. November 2000