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Urlaub am Algarve

Die Ferienhäuser

warum?

Historie / Erlebnis

In den 80ern lebten wir 3 Jahre in Südafrika und genossen dort Arbeit, Menschen, Land, Wetter und Klima.

Ende letzten Jahres kamen wir zur Überlegung, daß wir, wenn wir gesund und munter in den kommenden Jahren bleiben wollen, ein Land in Europa suchen müssen in dem man Leben noch leben kann.

Wir studierten allabendlich die Wetterkarte und stellten dabei fest, daß die Iberische Halbinsel, speziell Portugal, wenig Wolken aufzuweisen hatte.

Im November 2001 begannen wir im Internet und per Katalog Urlaubsreisen zu suchen. So entdeckten wir dann im Februar ein preiswertes Angebot für Pedras da Rainha in Cabanas. Wir buchten vom 2.3. 2002 für 2 Wochen, Halbpension, Flug Mchn - Faro - Mchn.

Am 2.3. dann Abflug in München um 6.oo Uhr (Mitten in der Nacht).

Der Flug über die Alpen, schneebedeckte Berge, war ruhig und schön. Der Service und die Bequemlichkeit in einem Charterflug bekanntermaßen standardisiert. Der Flug dauerte circa drei Stunden.

Der Anblick von oben auf die Landschaft der Iberischen Halbinsel , zuerst Spanien, dann Portugal ist schon beeindruckend. Die Vegetation ist eben mediterrane, und wir wußten nicht, was wir sahen. Salzgewinnung? Kläranlagen?

Der Landeanflug, über dem Meer in einer Rechtskurve auf Faro zu. Ein einmaliger Eindruck.

Gelandet: Touristenmäßig aus dem Flugzeug raus, Koffer aufpicken, raus zum Bus, den richtigen Bus suchen, in den Bus rein und 2 Stunden schwitzend im Bus auf die Abfahrt warten. Toll!

Aber eben das Wetter >>> strahlender Sonnenschein. Toll,toll!

Dann Abfahrt, vom Flughafen um einen Kreisel auf eine größere Straße, auf die Autobahn vermutlich in Richtung Tavira. Wir sind das erstemal in Portugal. Während der Busfahrt bekamen wir die ersten Eindrücke vom Land, von der Vegetation vom Baustil und den Baustellen. Also unsere ersten Eindrücke waren der Skepsis gewichen als wir Orangenbäume entdeckten. Die Abfahrt raus, um dem Kreisel herum, Tavira war erreicht und es ging weiter Richtung Cabanas. Das Erste von Cabanas was wir sahen, war ein Wasserturm, der Bus biegt von der Hauptstraße rechts ab. Es geht bergab in einer schmalen Straße, um einen Kreisel herum, über ein Bahngleis, rechterhand eine mannshohe Mauer, eine kleine Kreuzung und rechts rein zur Rezeption.

Aber vorher der Blick die Straße runter, bis zum Atlantik. Traumhaft. Eingang der Ferienanlage

Wir sind an der Rezeption angekommen, einbuchen und Formalitäten erledigen.

Eine einzige Hausdame konnte deutsch sprechen. Gut. Mit englisch kamen wir schon weiter. Für Sonntag hatte sich die Reiseleiterin zum Info- Vortrag angemeldet. Ein Auto mieten war das nächste, haben wir für Montag bei Budget reserviert.

Ein Hausboy brachte uns mit einem Auto zum Studio. War nur 100m entfernt!

Unser Studio von innen Der erste Eindruck von der Anlage zu dieser Jahreszeit war schön. Dann der erste Eindruck des Studios. Um Himmels Willen! Drei Schlafstellen, klein , dunkel, ein einfacher selbstgemachter wackliger Tisch, 3 kleine einfache selbstgemachte Stühle, einfache Eingangs-/Schranktüren, die Terrassentüre nicht mit einem Schloß abzuschließen. Der Schrank nicht abzuschließen. Keine bequeme Sitzgelegenheit. Der Kühlschrank nicht enteist, die inneren Klappen abgerissen. OK, Koffer auspacken und Klamotten in den Schrank räumen, umziehen und was dann?.

Geh'n wir essen in das Restaurant. Die Sonne scheint, setzen wir uns an den Pool. Das Essen kommt: Das Fleisch ist zäh, der Wein in Ordnung. Wino tinto! Die Rechnung Bitte; Aber Holla, die war nicht von schlechten Eltern. Ist ja alles auf Euro umgestellt, kein Umrechnen mehr.

Wasser? Wasser aus der Flasche muß sein, wegen Durchmarsch und so, haben wir schon gelernt.

Die Unterkunft und die Nachtruhe? >der kommenden Erfahrung bereits vorgegriffen<, das Ding, der Kühlschrank, so laut daß wir es über Nacht abschalten mußten , der Durchlauferhitzer brachte nicht genügend warmes Wasser zum Duschen, der Wasserdruck jämmerlich, kein Radio, kein Fernseher, kein Telefonanschluß, keine richtige Heizung, nur ein Heizkörper im Raum, kein Heizkörper in der Dusche, dadurch der Raum kalt und die Handtücher wurden nicht trocken. Am nächsten Morgen sind wir zur Rezeption und haben unser Leid geklagt. Wir konnten erreichen, daß ein weiterer Heizkörper in das Badezimmer gestellt wurde. Immerhin.

Nach dem Mittagessen die ersten Erkundungen in die nähere Umgebung. In den Einkaufsmarkt und mit Getränken (Wasser) , Wein und was zu Futtern für zwischendurch eingedeckt

So haben wir dann auch den Sonntag überstanden. Überstanden?

Wir machten Fußausflüge in die nähere Umgebung. Zuerst durch die Anlage, in's Dorf "Cabanas". Nix los. Ein paar Touristen, ein paar Fischer, wenig Wasser, wenig Menschen, wenig Trubel.

Am Montag dann das Auto mieten, für den Corsa 120,00€ die Woche. Die Reiseleiterin offerierte ein Fahrzeug gleicher Klasse für 200,00€/Woche von AVIS, sagte aber im selben Atemzug, daß diese vergriffen seien. Merkwürdiges von der Dame.

deshalb?

der Urlaub?

Montag.

Frühstück. Die Auswahl am Büfett ist in Ordnung. Während des Frühstücks die ersten vorsichtigen Blickinspektionen durch den Speiseraum. Der Raum ist fast voll. Die Kellner, der Oberchef sind freundlich und zuvorkommend.

Um 10:00 Uhr für das Mietauto den Vertrag an der Rezeption unterschreiben und dieses in Empfang nehmen.

Wir wagen unseren ersten Ausflug. Richtung? Richtung Osten auf der N125 (IC 4). Welches Ziel ? Einfach drauf los, vielleicht Richtung "VILA REAL DE SANTO ANTONIO".

Auf der Karte und auf der Straße kommt "Manta Rota". Aha, rechts raus und runter bis zum Strand, von dem im Restaurant manche Gäste schwärmten, weil keine Lagune dem Meer vorgelagert ist.

Ein Traum! Strand und Meer soweit das Auge reicht. Die Sonne scheint. Weißer Strandsand. An diesem Tag genossen wir zum ersten Mal Wasser & Strand! Weiter sind wir nicht gekommen.

Dienstag.

Frühstück und danach ab auf die N125, diesmal tatsächlich bis "VILA REAL DE SANTO ANTONIO".

Stadtbummel, Hafenbesichtigung, Kaffee trinken am Praca do Marquès de Pombal.

Kaufen einer wunderschönen Schafswolljacke, für die Frau. (Versteht sich).

Rückfahrt, aber mit Stop und Strandwanderung in Manta Rota.

Mittwoch.

Frühstück und danach ab wieder auf die N125, wieder in Richtung "Vila Real d. SA", diesmal mit einem Urlaubsgast aus Hamburg. (Wir haben den jungen Mann (23J.) für 2 Tage adoptiert).

Sind wieder in Vila Real d. SA gelandet, unglaublich was man alles bei einem Besuch nicht sieht.

Aber diesmal haben wir es geschafft weiter zu kommen >> zum Guardiana nach Alcoutim.

Wir wollten Kaffeepause machen, mußten aber zu lange warten und sind deshalb weitermarschiert.

Am Guardiana, die natürliche Grenze zwischen Spanien und Portugal, im Ort Alcoutim auf dem kleinen Kastell hat man einen traumhaften Blick auf den Ort, über das Tal und hinüber nach Spanien. Weiterfahrt über Martim Longo mit Kurzaufenthalt in Cachopo Richtung Tavira und zurück nach Cabanas.

Donnerstag.

Nach Santa Luzia?

Aber ja, jeden Tag eine neue Entdeckung.

Weiterfahrt nach Tavira.

Was ist das? Aha, eine Markthalle. Geh'n wir rein. Dann ein deutsches Paar gefragt wie wir in die Stadt kommen. Das Paar hat uns dann mit ihrem Wagen in das Stadtzentrum gelotst. Besuch im Fort, ein wunderschöner Garten, von den Mauen ein prima Blick über Tavira mit vielen Kirchen. Eine Kirche sieht aus wie aus blauem Porzellan gebaut. Danach ein Bummel durch die Stadt. Die neue Markthalle besucht, am Fluß Gilào entlang die alten Patrizierhäuser bewundert. Alles auf einer Bank sitzend genossen. Später am Markt im alten Café eine Tasse Kaffee getrunken und die Eindrücke verdaut. Danach sind wir nach Santa Luzia gefahren.

Wir kommen an. Auto am Parkplatz abgestellt. Alles leer. Naja gehen wir eben in Richtung Meer.

Ein großes Schild mit Hinweisen was nicht erlaubt ist. Wie in Deutschland.

Und dann eine Bimmelbahn. Wir gehen an den Gleisen entlang, Richtung Meer nach Praia do Barril. Wenig Touristen, herrlich.

Dann das Meer, vorsichtig hineingetapst und plätschern. Könnte kalt sein im März. Den halben Tag am Strand auf und ab gelatscht. Wunderbar. Zu Fuß am Gleis zurück gestolpert, ein paar Fotos geschossen und dann zurück zum Auto.

Heimfahrt nach Cabanas. Um 20:00 Uhr Abendessen, eine Runde spazierengehen durch die Anlage und ab in die Heija. Der Tag hat uns müde gemacht.

Freitag

Lagoa / Carvoeiro - Kaffee getrunken in einem Cafè bei Sven / Albufeira - Santa Eulalia

Samstag

Loule, Markt besichtigt, danach nach Manta Rota wieder stundenlang am Strand gewalkt.

Sonntag

Manta Rota - Strand Walking.

Montag

Moncarapacho und Umgebung , Santa Catarina besichtigt

Olhao und Umgebung besucht.

Dienstag

Sao Vincente, Sagres, Lagos, Portimaò besucht.

Mittwoch

Manta Rota - Strand Walking.

Danach ist Besuch in Spanien angedacht, vielleicht Sevilla.

Also los, aha da kommt die Brücke über den Grenzfluß Rio Guadiana. Schwupp und drüben sind wir, ohne Grenzkontrolle. Der Vorteil von Europa für Touristen. Schöne neugebaute Autobahn. Linien und Pfeile (ich nenne dieses "Straßengemälde"). Wie in Deutschland, furchtbar ist das.

Auf der Karte kommt Huelva. Es regnet. Der Scheibenwischer schrappt und quietscht über die Scheibe. Regt mich auf. Auto stopp. Ich raus , Scheibenwischer verbiegen und kaputt ist er. Einen Parkplatz gesucht und gefunden. Ich habe mein Leatherman - Werkzeug bei mir. Parkplatz gefunden, eine herrliche Gegend - eine Parkanlage zum picknicken mit Grill - Plätzen und alles schön unter hohen Bäumen angelegt.

Zwei Steine gesucht, Scheibenwischer hingebogen, die Niete mit den Steinen verklopft, repariert und weitergefahren. Bis nach Huelva sind wir reingefahren.

Aber Hallo, was ist das? Die Fenster an den Häusern sind alle vergittert. Alle! Ist ja katastrophal, wie im Gefängnis. Wenig Leute auf der Straße, aber viel Autoverkehr und Hektik. Ich bekomme Magenkrämpfe. Frau, wir fahren zurück. O.K. Zuerst noch an den Strand zu ansehen, alles Neubaugebiet mit Hotelsilos, Einbahnstraßen, betreten verboten. Ein Blick rüber nach Portugal. Zurück zum Auto und ab Richtung Westen nach Portugal. Nix mehr Sevilla. Diese Eindrücke reichen.

Donnerstag

Das Gebirge ist angesagt. Monchique.

Die Fahrt ist wieder ein Traum. Die Berge hoch durch Eukalyptus- Wälder, kurvenreiche Straßen.

Die Rückfahrt durch Nebel. In der Ebene angekommen klart das Wetter wieder auf. Eine einsame Strecke, wenig befahren, die Landschaft abwechslungsreich. Wir kommen zur Hauptstraße, meine Frau muß auf die Toilette. Wir schaffen es schon noch bis zum Hotel. Wir müssen noch tanken, das Auto ist morgen abzugeben. Wir beschließen auf der Bundesstraße bis zur BP-Tankstelle in Monte Gordo zu fahren. Dort angekommen beschließe ich die Tankstelle auf der anderen Straßenseite zu nehmen. Wir tanken. Bezahlen und fahren los. Mitten unterwegs geht der Motor aus. Wir stehen am Kreisverkehr. Der Motor macht keinen Mucks mehr. Wir rufen den Autoverleih. Der Makler kommt sehr schnell. Wir fahren zur Tankstelle zurück. Dort stehen mehrere Autos ohne Funktion. Der Autovermieter findet heraus, daß wir Wasser getankt haben. Toll. Eine neue Erfahrung. Ok. Er bringt uns zur Zentrale, ein anderes Auto. Wir fahren zurück zum Hotel.

Ein wundervoller Tag.

Freitag

Auto abliefern bis 10:00 Uhr. Alles ok. Ein Tag mit Spazierengehen zum Hafen. Wenig Touristen, wenig Trubel, das Wetter ist passabel. Ein Tag zum Entspannen und erholen. Koffer vorpacken.

Samstag

Rückflug nach München.

Aufstehen, Duschen, Koffer fertig packen, Koffer gewaltsam verschließen (ist mehr drin, als bei der Ankunft), Koffer zur Rezeption schleppen. Auf den Bus warten. Pauschalreisenlos.

Der Bus ist da, Koffer verstauen, einsteigen, warten. Abfahrt zum Flughafen. Ankunft. Die gleiche Prozedur wie vorhin, nur umgekehrt. Eine Riesenschlange am Abflugterminal, an unserem Counter eine Doppelschlange. Touristenlos.

Nach einer ewigen Warterei, Schieberei, dann ins Flugzeug.

Start........ Ade schönes Portugal.

Bis hoffentlich bald, spätestens zur Pensionierung mit ständigem Aufenthalt in Portugal.

ja, deshalb! Der Swimming-Pool

Ein Bericht von Ingrid & Peter Deibel
 

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Letzte Änderung am 24. August 2002
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