Liebe Leserinnen und Leser, liebe Golffreunde!

Dr. Gabriele Göttert Vergessen Sie alles, was Sie bisher über den richtigen Golfschwung gehört oder gelesen ha-ben! War alles falsch. Völlig überflüssig auch Ihre bisherigen Trainerstunden. Und schade um Ihre finanziellen Investitionen und Bemühungen in einer Leadbetter-Akademie. Das hätten Sie sich sparen können, denn dank Herrn Peter Croker ist jetzt alles ganz anders gewor-den. Er sagt uns nun, wie Golf gespielt werden kann und soll.

Der pfiffige Amerikaner, der verkündet, den Golfsport revolutionieren zu wollen, scheint vor allem ein cleverer Geschäftsmann zu sein, der seinen "Weg zum besseren Golf" in Vorträgen und auf Videos weltweit vermarktet. Seinen Worten zufolge gibt es gar nichts einfacheres, als einen Golfball weit und gerade zu schlagen. Schluß also mit den "Bananen"; Sie brauchen lediglich Ihren Schlägerkopf möglichst rasch von A (das ist oben) nach B (das ist unten) zu bringen und dabei den Ball zu treffen. Nichts leichter, als das. Oder?

Vor allem aber kritisiert er den bisherigen Ansatz, daß Golf etwas mit Schwung zu tun hätte. Er postuliert vielmehr die Hypothese, daß ein Golfball lediglich "geschlagen" wird. Mit Kraft in den Armen und Schnelligkeit in den Händen ginge das ganz leicht. Vergleiche aus dem Boxsport und aus der Holzbearbeitung veranschaulichen in den Videos seine Theorie. Ein folgerichtiger Tipp für alle (künftigen) Golfer, die nach der neuen Lehre trainieren wollen und keine Übungsanlage in der Nähe haben: Kein Problem! Besorgen Sie sich ausreichend Baumstämme, eine Axt und los geht's. Nach der Croker-Methode haben Sie schon nach kurzer Zeit sensationelle Erfolge - und eine Menge Kleinholz für Ihren Ka-min.

Wenn Sie allerdings Ihr Spiel verbessern wollen, ohne Ihr gesammeltes Wissen über An-sprechposition, Griff, Aufbau und Ausrichten zum Ziel, die Ballfluggesetze, die korrekte Schulter- und Hüftdrehung, die Schwungebene, die Gewichtsverlagerung, die richtige Schlä-gerblattstellung im Treffmoment, die ruhige Kopfhaltung, etc. über den "Baumstamm" zu werfen, dann sollten Sie vielleicht doch mal wieder einige Trainerstunden bei einem Golf-lehrer Ihres Vertrauens nehmen. Er verspricht Ihnen sicherlich keine Wunderheilung Ih-res Slice und er kann Ihnen auch keinen Schläger verkaufen, mit dem Sie garantiert 50 Meter weiter schlagen. Aber er kann Ihnen wertvolle Anregungen geben, wie Sie technisch, mental und tak-tisch besser spielen können.

Luís Espadinha ist einer der beliebtesten Golflehrer am Algarve. Der gebürtige Lisboeta verdiente schon im zarten Alter von 10 Jahren seine ersten Escudos mit Golf. Damals noch als Caddy im vornehmen Golfclub von Estoril. 1969 begann er seine Laufbahn als Golf-Professional mit einer Teilnahme an den Portuguese Open. 1976 wurde er im Zuge der Eröffnung von Palmares als Teaching-Pro an den Algarve geholt. Seit dieser Zeit unterrichtet Luís auf dem traumhaften Golfplatz entlang der Atlantikküste von Lagos.

Obgleich sich Senhor Luís Espadinha in puncto neuer Ansätze und Lehrmethoden berufsbedingt immer auf dem Laufenden hält, bevorzugt er seine eigene Trainingsmethode, die von seinen GolfschülerInnen auch begeistert aufgenommen wird. Luís ist davon überzeugt, daß der "Spaß an der Freud" am Anfang das Wichtigste sei. Kein unverständliches Golfchinesisch, keine wissenschaftlichen Abhandlungen helfen dem Lernenden, Selbstvertrauen zu entwickeln, sondern kleine Erfolgserlebnisse und viel Lob. "Ich muß mich auf jeden Einzelnen einstellen, jeden Einzelnen studieren, um herausfinden, wie ich ihr oder ihm am besten helfen kann. Jeder Golfer bringt seine psychischen und physischen Voraussetzungen und Vorkenntnisse mit, die ich als Trainer zunächst einmal kennenlernen und akzeptieren muß, bevor man über Veränderungen nachdenkt. Aber nicht das, was ich sage oder zeige, ist von Bedeutung, sondern das, was beim Schüler ankommt und wie er darauf reagiert."

Luis Espadinha überzeugt durch sein aufgeschlossenes, kommunikatives Wesen: "Lernen - Menschen kennenlernen, das war immer schon meine Motivation und Leidenschaft. Und diese Freude am Erlernen versuche ich auch meinen Schülern zu vermitteln. Denn wie im Leben, so stimmt auch im Golfen der Leitsatz: Nur wer sich Ziele steckt und Willensstärke hat, diese zu erreichen, wird Erfolg haben."

In diesem Sinne, lieber Cracker, statt Croker!

Herzlichst, Ihre Gabriele Göttert


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Letzte Änderung am 4. Oktober 2000