
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Golffreunde!
Wenn das so weitergeht, wird man bald in Tavira abschlagen und am letzten Hole in Sagres einlochen können, ohne einmal die EN 125 zu überqueren. Vielleicht ist diese Golfplatzmania auch der wahre Grund dafür, daß der Ausbau der Autobahn nach Lagos so schleppend vorangeht. Man bastelt möglicherweise an einer multifunktionellen Trasse. Sollten die EU-Gelder für den Straßenbau versiegen, werden die letzten Asphaltkrümel halt grün bemalt und als Fairway verwendet; dann gibt es gleich nochmals finanzielle Unterstützung, nämlich von der Tourismusbehörde. Wie praktisch! Die Schlaglöcher brauchen nur mit Strandsand aufgefüllt werden und können hernach gleich als Bunker verwendet werden.
Die streßfreien Zeiten für stationäre Golfer am Algarve sind offenbar vorbei. Freunde, wir haben reichlich Konkurrenz bekommen! Wir werden künftig für selbstverständlichen Service noch tiefer in die Tasche greifen müssen, nicht nur im Kampf um die Sonnenplätze auf der Clubhausterrasse. Es gibt erste Anzeichen für Klimaveränderungen und auch Residenten werden aus der Reserve gelockt. Eigeninitiative und Kreativität sind gefragt, um seine Umgebung mit zu gestalten. Insofern belebt Konkurrenz doch - auch am Algarve, aber nicht so sehr die inländischen Produzenten, sondern vielmehr die ausländischen Konsumenten. Das stimmt mich nachdenklich. Herzlichst, Ihre Gabriele Göttert |