
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Golffreunde!Schon längst haben die Tourismusmanager erkannt, daß die Golfer ein lohnendes Klientel darstellen. Die für den herkömmlichen Algarvetourismus lukrativen Sommermonate finden nun zunehmend ein nicht zu verachtendes Winterpendant durch die Golfsaison in den Monaten Oktober, November, Februar, März und April. Auch durch das verbesserte Angebot an Direktflügen nach Faro frequentieren immer mehr Golftouristen aus Mittel- und Nordeuropa die immergrünen Golfplätze am Algarve. Der Algarve boomt und golft. Bereits im Dezember letzten Jahres wurde der Algarve von einer Jury, bestehend aus Tourismusexperten, Profigolfern und Journalisten, als weltbeste Golfdestination des Jahres ausgezeichnet und mit Preisen und Medaillen nahezu überhäuft. Natürlich ist es erfreulich, daß sich in den letzten Jahren Ausbildung und Professionalismus verbessert haben. Aber ich beobachte, daß sich vielerorts das touristische Knowhow vor allem auf die Steigerung der Quantität beschränkt. Immer deutlicher werden die Beschwerden vieler Golfer. Von Massenabfertigung, unausgeglichenem Preis-Leistungsverhältnis und mangelnder Servicebereitschaft ist die Rede. Jeder, der am Algarve lebt, freut sich über das Wachstum. Zahlreiche Infrastrukturverbesserungen erhöhen den Lebensstandard und den Komfort. Aber, wie sich in anderen Ländern schon gezeigt hat, liegt die Zukunft nicht allein in der Erhöhung der Quantität, sondern auch in der Verbesserung der Qualität, die letztendlich auch wieder ein Garant für die Umsatzziffern darstellt. Für uns Golfer sind rasch verfügbare Abschlagszeiten, gepflegte Bahnen, zügige Spielrunden ohne Stops, Grüns ohne Pitchmarken und Mitspieler, die die Golfregeln beherrschen, Qualitätsmerkmale eines Golfplatzes.. Die Golfplatzbetreiber wären also gut beraten, den kräftig gestiegenen Preisen ein Äquivalent an Leistung entgegenzusetzen. Patrouillierende Marschalls könnten z.B. nicht nur dafür sorgen, daß die "Durchlaufzeiten" eingehalten werden, sondern auch darauf achten, daß sich Golfspieler auch im Urlaub so verhalten, wie sie es vom Golflehrer gelernt haben: Nicht länger als 5 Minuten nach einem verschlagenem Ball suchen, ausgeschlagene Divots zurücklegen, Pitchlöcher auf den Grüns ausbessern, etc., damit auch die nachfolgenden Spieler Freude am Golfen haben. Oder zählt am Algarve die Plakette einfach mehr als die Etikette? |